Freelancer, Studio oder Agentur: Wer passt zu deinem Projekt?
Denselben Website-Auftrag kalkuliert ein Freelancer mit 3.000 Euro, ein Studio mit 6.000 und eine Agentur mit 15.000. Alle drei Angebote können fair sein - sie beinhalten nur sehr unterschiedliche Arbeitsweisen. Die Frage ist, welche du brauchst.
Die Größe des Anbieters ist neben der Spezialisierung die wichtigste Vorentscheidung bei der Webdesigner-Suche. Sie bestimmt Preis, Tempo, Prozess und die Frage, wer in zwei Jahren noch für dich erreichbar ist. Im 2page-Verzeichnis weisen wir deshalb bei jedem Profil aus, ob es sich um Freelancer, Studio oder Agentur handelt.
Freelancer
Passt für: Kleine bis mittlere Projekte, klare Anforderungen, direkter Draht
- + Günstigster Stundensatz (oft 60-100 €)
- + Eine feste Ansprechperson, kurze Wege
- + Flexibel bei kleinen Folgeaufträgen
- - Kapazität begrenzt - Urlaub oder Krankheit stoppt das Projekt
- - Selten alle Disziplinen auf Top-Niveau (Design UND Entwicklung UND SEO)
- - Verfügbarkeit bei gefragten Freelancern oft erst in Wochen
Studio (2-8 Personen)
Passt für: Anspruchsvolle Firmen-Websites, Relaunches, laufende Betreuung
- + Mehrere Kompetenzen im Haus, trotzdem persönlich
- + Vertretung vorhanden, Projekte laufen weiter
- + Oft der beste Kompromiss aus Preis und Professionalität
- - Teurer als Freelancer (Stundensätze 90-140 €)
- - Kleinere Studios haben ebenfalls Kapazitätsgrenzen
Agentur (ab ~10 Personen)
Passt für: Große Projekte, Shops, Konzern-Anforderungen, Full-Service
- + Alle Disziplinen inklusive Strategie, Content und Kampagnen
- + Prozesse, Verträge und Verfügbarkeit auf Unternehmensniveau
- + Skaliert auch bei großen und langfristigen Projekten
- - Höchste Preise (Stundensätze 120-180 €, Projekte selten unter 10.000 €)
- - Kleinaufträge haben niedrige Priorität
- - Wechselnde Ansprechpartner, mehr Overhead
Die ehrliche Faustregel nach Budget
- Unter 2.000 Euro: Freelancer - oder ein Baukasten in Eigenregie, wenn das Budget wirklich knapp ist. Der Vergleich Webdesigner oder Baukasten? hilft bei der Entscheidung.
- 2.000 bis 8.000 Euro: Erfahrener Freelancer oder kleines Studio. Hier bekommst du individuelle Arbeit mit persönlicher Betreuung.
- 8.000 bis 20.000 Euro: Studio oder kleine Agentur - sinnvoll bei Shops, mehrsprachigen Seiten und wenn Strategie und Content dazugehören.
- Über 20.000 Euro: Agentur mit nachgewiesener Erfahrung in vergleichbaren Projekten und belastbaren Prozessen.
Realistische Gesamtkosten je Projekttyp findest du im Überblick Was kostet eine professionelle Website? - und denk an die laufenden Kosten, die je nach Anbieter und Technik sehr unterschiedlich ausfallen.
Wichtiger als die Größe: drei Fragen an jeden Anbieter
- "Wer arbeitet konkret an meinem Projekt?" Bei Agenturen pitcht manchmal der Senior und umsetzen tut der Praktikant. Bei Freelancern: Wer vertritt bei Ausfall?
- "Zeigen Sie mir zwei Projekte in meiner Größenordnung?" Eine Agentur mit Konzern-Referenzen ist für deine 8-Seiten-Website nicht automatisch die beste Wahl - und umgekehrt.
- "Was passiert nach dem Go-Live?" Erreichbarkeit, Wartung und Änderungskosten unterscheiden sich zwischen den Anbietertypen stärker als der Erstellungspreis.
Alle weiteren Prüfkriterien findest du im Ratgeber Woran du einen guten Webdesigner erkennst. Wenn du Anbieter aller drei Größen vergleichen willst, ohne selbst zu recherchieren: Beschreibe dein Projekt im Angebots-Funnel - du erhältst unverbindliche Angebote und siehst direkt, wie unterschiedlich Freelancer, Studios und Agenturen kalkulieren.
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